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Glanz&Elend

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Erich Mühsam
Das seid Ihr Hunde Wert


Das Lesebuch erzählt Mühsams lebenslangen Kampf
»für Gerechtigkeit und Kultur« mit Texten aus seinem
reichhaltigen Werk nach, die bis heute nichts an ihrer
politischen Aktualität verloren haben.
 Leseprobe

Verbrecher Verlag

Belletristik /  Krimis
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Die beiden Johannes
Von René Steininger
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Über Peter Handkes Journale
Bernhard oder Handke? In Österreich ist das beinahe eine Glaubensfrage (so wie die russische Intelligenz, Brodsky zufolge, in Anhänger Tolstojs und Dostojewskijs zerfällt). Dass einer beide mit Gewinn liest, scheint nicht möglich oder kommt jedenfalls einem Sakrileg gleich. Meinen Freunden, in der Mehrzahl Bernhard-Leser, rate ich dennoch immer zu einer selektive Lektüre ihres Gegenspielers: »Lest wenigstens seine Journale!«


Transparenz und Komplott
Von Klaus Bittermann
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Hans Magnus Enzensberger rückt mit seinen
zwanzig Zehn-Minuten-Essays ein wenig die Welt zurecht.
»Das Erstaunliche dabei ist nur, dass er trotz seines Universalwissens angesichts der Verhältnisse nicht kapituliert, sein Schreiben keinen depressiven oder fatalistischen Unterton bekommt, dass er sich mit feinen ironischen und sarkastischen Seitenhieben zur Wehr setzt und sich immer wieder als der glänzende Stilist erweist, als den man ihn überall bewundert.« Leseprobe

Oberfläche und Tiefgang
Von Lothar Struck
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Die Denkspiralen in Karl Ove Knausgårds Essayband »Das Amerika der Seele« verleiten zum Weiterdenken.
»Allein die Literatur hat die Fähigkeit, ganz in die Welt des Einzelnen einzudringen, dorthin, wo der Überbau im Alltag einstürzt. Und diese Fähigkeit ist so unveräußerlich, nicht zuletzt in unserer Kultur, die jeden Tag mit der Ideologieproduktion aller denkbaren Medien gefüllt wird, dass wir es uns nicht leisten können, etwas darin abzulehnen, nicht einmal das, was wir verabscheuen oder am allermeisten fürchten.«
Leseprobe


Rekonstruktionen
Ein Essay von Lothar Struck
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Über Patrick Modianos Erzählen der Erinnerung als Metamorphose des Menschen und seiner Gesundung.
»Heute habe ich das Gefühl, dass die Erinnerungen immer weniger sicher sind und sich in einem ständigen Kampf gegen Gedächtnisverlust und Vergessen befinden.«



»Nicht beobachten. Schauen.«
Eine Begegnung mit Peter Handke.
Artikel lesen
Von Lothar Struck
Den Nobelpreis hat Peter Handke wieder nicht gekriegt, die Qualitäten des diesjährigen Preisträgers Patrick Modiano indes schon vor Jahrzehnten erkannt und zwei Bücher des Franzosen übersetzt. Lothar Struck, der sich seit Jahren intensiv mit Peter Handke auseinandersetzt, hat den Autor in seinem Haus in Chaville besucht.
Zu unserem Peter-Handke-Archiv mit 12 Beiträgen zu Leben und Werk

Choderlos de Laclos
Der Unergründbare
Von Martin Göll
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Was wir über den Autor der »Gefährlichen Liebschaften« wissen.
»Barbey d’Aurevilly hat dieses Buch als den schönsten Roman bezeichnet, der jemals geschrieben worden ist. Es ist ein perfektes Buch, welches das Ende einer Welt, einer Literatur bedeutet, den vollendeten Ausdruck eines tragischen Augenblicks in der französischen Geschichte.«


Subtraktion statt Subversion
V
on Timotheus Schneidegger
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Eine soziopolitisch angewandte Grundrechenart
nach Alain Badiou und Slavoj Žižek.
»Niemand hat ein gründlicheres Verständnis von der herrschenden Ordnung als die, deren Überleben davon abhängt, in ihr nicht als unzugehörig aufzufallen. Das revolutionäre Potential solcher Klarsicht ist durch die Furcht des Ausgestoßenen, als Ausgestoßener erkannt zu werden, gegen ihn selbst gerichtet. Diese Klammer gilt es zu lösen.«


Gesichter und Masken
Von Goedart Palm
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»Faces. Eine Geschichte des Gesichts«
Hans Beltings hochkarätige und solitäre Abhandlung demonstriert, dass es keine paradigmatische Verwendung des Porträts mehr geben kann, sondern der kontextualistische Einsatz von Porträts Teil politischer, ökonomischer und ästhetischer Strategien ist. Leseprobe


Keine geistige Immunität
gegen Mitläufertum

Von Thomas Brasch
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Gustave Le Bons Arbeit über die »Psychologie der Massen« hat über die Jahrzehnte nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
»In den Massen verlieren die Dummen, Ungebildeten und Neidischen das Gefühl ihrer Nichtigkeit und Ohnmacht; an seine Stelle tritt das Bewusstsein einer rohen, zwar vergänglichen, aber ungeheuren Kraft.«

Hinterland
Von Ulrich Breth
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Zur Funktion des Erhabenen in Bob Dylans Spätwerk.
»In Dylans Spätwerk wird der kategorische Rahmen der Songs durch eine Haltung ersetzt, die man als Logik des Zerfalls bezeichnen könnte.«

Die Fluchtbewegungen des Bob Dylan
Ulrich Breth
über die Metamorphosen des großen Rätselhaften





K wie Klaustrophilie
von René Becher

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Irgendwann musste dieser Schreiber lebenslänglich bekommen haben. Und dann machte dieser Schreiber sich dieses Schicksal einfach zu Nutze. Dieser Schreiber schrieb. Er zwang sich. Er musste sich zwingen. »Gott will nicht, daß ich schreibe, ich aber, ich muß«, eröffnet er bereits 1903 Oskar Pollak, und lässt nicht mehr davon ab, trotzdem er zeitlebens der Zweifler bleibt. (Zum Beitrag)

»Bei Kafka schweigen die Sirenen.«
Der große Kafka Essay Von Walter Benjamin
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»Die Erlösung ist keine Prämie auf das Dasein, sondern die letzte Ausflucht eines Menschen, dem, wie Kafka sagt, »sein eigener Stirnknochen ... den Weg« verlegt.« Als pdf-Datei

Der Schatten des Körpers des Schriftstellers
Auf der Suche nach Christian Linder.
Ein literarisches Puzzle von Jürgen Nielsen-Sikora 
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»Die Funktion der Kunst ist niemals«, belehre ich im Widerstreit mit meinen eigenen Gedanken den Schatten, »eine Wahrheit zu illustrieren – oder auch eine Frage –, die man schon kennt, sondern Fragen aufzuwerfen (und vielleicht auch zur rechten Zeit Antworten zu geben), die sich selbst noch nicht kennen.«

Das Essay als pdf zum Download

Vor 20 Jahren starb Charles Bukowski
Der letzte Mohikaner der literarischen Boheme
Zum Nachlass Charles Bukowskis
Von René Steininger
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»
Damals war das Terrain noch nicht so überlaufen. Nicht so viele Autoren und Möchtegernschreiber wie heute, nicht so viele Zeitschriften, Kritiker, Verleger, nicht so ein Riesenbetrieb, so eine Industrie. Wenn du heute den Klempner kommen lässt, erscheint er mit seiner Rohrzange in der einen Hand und dem Gummistampfer in der anderen, und in der Gesäßtasche hat er ein Bändchen mit seinen ausgewählten Madrigalen.«

Die Milchstraße vor der Haustür
René Steininger erinnert an Richard Brautigan
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»Wenn seine Bücher uns heute noch etwas zu sagen haben, dann, weil sie zu lesen einer Atempause gleichkommt. Der jüngeren Generation bieten sie überdies Gelegenheit, einen Schriftstellertypus kennen zu lernen, der in der gegenwärtigen Bestellerkultur so nicht mehr vorkommt. Die Kindeskinder der Beatniks sind patente Konkurrenten im Wettstreit um Absatz und Quote und keine melancholischen Helden der Leere mehr. Geistige Erben Stacharows, nicht Stawrogins.«


Coltrane par coeur
René Steininger zu Ben Ratliffs lesenswerten Biographie über einen Unsterblichen der Musikgeschichte.
»Coltrane.
Siegeszug eines Sounds«
»Der Sound ist für den Musiker, was für den Schriftsteller der Stil oder die Stimme ist. Es ist seine Signatur oder Syntax und das, was er der Struktur der Notensysteme an individuellen Modalitäten abgewinnt. 'Irgendwann braucht jeder Musiker einen eigenen Sound', den man 'im Idealfall schon beim ersten Ton erkennt.'«


Donner Présent
Ein Ess
ay von Anne Dippel
Auf den Spuren des philosophischen Tricksters Jacques Derrida
. Essay lesen
Es lichten sich erneut die Fragen nach Ereignis, Sein und Zeit, sowie Seiendem und Jetzt, indes von einem anderen sprachlichen Horizont her. Als pdf-Datei




»Frames of Judy«
Von Anne Dippel
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»Die exzellente Freie Universität paarte sich mit der brillanten Judith Butler und die Menge wurde für Augenblicke zur protestierenden unheimlichen Masse. Das Ereignis sollte sich ungewohnt dramatisieren und, geradezu ein drohendes Vorahnen für sommerliche Protestwochen wecken. Denn diese sind geplant: gegen Bologna, für die gleiche, freie, gerechte Wissenschaft. Eine schwelende Lust am Widerstand schwirrte durch das Auditorium.« Als pdf-Datei


Enzyklopädie der Melancholie
Ein Essay on René Steininger
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»Man wird in der deutschen Literatur nach 1945 nicht leicht ein Werk finden, das so hartnäckig um die Themen der Zerstörung und Trauer kreist, wie jenes des 1944 in Wertach im Allgäu geborenen und 2001 bei einem Autounfall in seiner englischen Wahlheimat Norwich ums Leben gekommenen Literaturwissenschaftlers und Schriftstellers W. G. Sebald.«

Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre
Ein deutscher Bildungsroman von Johann Wolfgang Goethe
wiedergelesen von Uwe Hübner
Essay lesen
PDF-Fassung zum Ausdrucken

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Nadifa Mohamed
Der Garten der verlorenen Seelen


Die britische Autorin Nadifa Mohamed erzählt eine Geschichte aus Somalia kurz vor dem Bürgerkrieg. Vom gewöhnlichen Leben in außergewöhnlichen Zeiten. Wir sehen und hören, riechen und fühlen das Land, eine fremde Welt, und fühlen uns doch erinnert an die Geschichte anderer zerfallener, zerstörter Staaten, an den Libanon, Jugoslawien, Syrien. Und wie überall sind es die Netzwerke der Frauen, die ein Weiterleben ermöglichen. Leseprobe
C.H. Beck


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